01. Oktober 2026
Feuerwehr-Grundwissen für den Einstellungstest: Brandklassen, Löschmittel, Organisation
Im Einstellungstest der Feuerwehr und im Vorstellungsgespräch kommen manchmal Fragen zum Brandschutz und zur Feuerwehr selbst. Erwartet wird kein Ausbildungswissen – aber wer die Grundlagen kennt, zeigt echtes Interesse und holt leichte Punkte. Hier ist das Wichtigste, was du vorab wissen kannst.
Das Verbrennungsdreieck
Ein Feuer braucht drei Dinge gleichzeitig:
- einen brennbaren Stoff,
- Sauerstoff,
- Wärme (Zündtemperatur).
Löschen heißt, eines davon wegzunehmen: kühlen (Wärme entziehen), ersticken (Sauerstoff fernhalten) oder den Brennstoff entfernen.
Die Brandklassen
- A: feste Stoffe, zum Beispiel Holz, Papier, Textilien
- B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe, zum Beispiel Benzin, Öl, Wachs
- C: Gase, zum Beispiel Propan, Erdgas
- D: Metalle, zum Beispiel Magnesium, Aluminium
- F: Speiseöle und -fette, zum Beispiel in der Fritteuse
Eine Brandklasse E gibt es heute nicht mehr.
Löschmittel
- Wasser: kühlt. Gut für feste Stoffe (Brandklasse A).
- Schaum: deckt brennende Flüssigkeiten ab und trennt sie vom Sauerstoff.
- CO₂ (Kohlendioxid): verdrängt den Sauerstoff, hinterlässt keine Rückstände – gut für elektrische Geräte.
- Pulver: unterbricht die Verbrennungsreaktion, für viele Brandklassen geeignet.
Wichtig: Fettbrände nie mit Wasser löschen! Das Wasser verdampft schlagartig und reißt brennendes Fett mit – es kommt zu einer Fettexplosion. Richtig: Deckel drauf oder einen Fettbrandlöscher verwenden.
Die Aufgaben der Feuerwehr
Die klassische Merkformel lautet: Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Dazu kommen technische Hilfe – etwa bei Verkehrsunfällen –, Hilfe bei Unwettern und Gefahrstoffeinsätze. Bei vielen Berufsfeuerwehren gehört auch der Rettungsdienst dazu.
Organisation
- Feuerwehr ist Aufgabe der Städte und Gemeinden.
- Die meisten Feuerwehrleute in Deutschland sind ehrenamtlich in Freiwilligen Feuerwehren aktiv.
- Größere Städte haben Berufsfeuerwehren, oft ergänzt durch Freiwillige Feuerwehren.
- Werkfeuerwehren schützen große Betriebe, zum Beispiel Chemiewerke oder Flughäfen.
Taktische Einheiten
- Eine Gruppe besteht aus 9 Einsatzkräften: 1 Gruppenführer und 8 weitere Einsatzkräfte, geschrieben 1/8/9.
- Eine Staffel besteht aus 6 Einsatzkräften (1/5/6).
- Unter Atemschutz geht man immer mindestens zu zweit vor.
Brandschutz im Alltag
- Der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst ist die 112.
- Rauchmelder sind in Wohnungen in allen Bundesländern Pflicht.
- Bei Bränden ist der Rauch meist gefährlicher als die Flammen. Schon wenige Atemzüge Brandrauch können bewusstlos machen.
So bereitest du dich vor
Am besten lernst du die Feuerwehr von innen kennen: Viele Bewerberinnen und Bewerber sind in einer Freiwilligen Feuerwehr aktiv oder haben ein Praktikum gemacht. Das hilft im Test, im Gespräch und bei der Entscheidung, ob der Beruf zu dir passt.
Alles zum Test: Einstellungstest Feuerwehr: Was dich erwartet. Technik-Aufgaben: Technisches Verständnis im Einstellungstest.
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