04. August 2026
Matrizen-Test: So erkennst du die Regeln schneller
Matrizen gehören zu den häufigsten Aufgaben in Eignungs- und Einstellungstests: in der Deltaprüfung der DHBW und in Mannheim, im TestAS („Muster ergänzen“), bei Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und im Rettungsdienst. Sie prüfen logisches Denken – unabhängig von Sprache und Schulwissen. Auf den ersten Blick wirken sie oft wie ein wildes Symbolchaos. Mit einem System werden sie aber schnell beherrschbar.
So ist eine Matrix aufgebaut
Meist siehst du ein Raster aus 3 × 3 Feldern mit Figuren. Ein Feld fehlt, oft das unten rechts. Die Figuren verändern sich nach einer oder mehreren Regeln – und du sollst herausfinden, welche Figur ins leere Feld gehört. Je nach Test gibt es unterschiedlich viele Antworten: in Mannheim acht (A bis H), im papierbasierten TestAS sechs.
Die häufigsten Regeln
- Bewegung: Ein Element wandert Schritt für Schritt weiter, zum Beispiel im Uhrzeigersinn von Ecke zu Ecke.
- Drehung: Eine Figur dreht sich von Feld zu Feld um einen festen Winkel, etwa 45° oder 90°.
- Anzahl: Pro Feld kommt ein Element hinzu oder fällt weg.
- Form: In jeder Zeile kommen dieselben drei Formen vor, nur in anderer Reihenfolge.
- Füllung oder Farbe: leer, gestreift, gefüllt – wechselt nach einem Muster.
- Überlagerung: Das dritte Feld entsteht aus den ersten beiden – etwa indem alle Linien zusammengefügt werden oder nur die übrig bleiben, die nicht doppelt vorkommen.
Eine Aufgabe kann eine, zwei oder drei solcher Regeln gleichzeitig enthalten – zum Beispiel eine waagerecht und eine andere senkrecht.
Das System in fünf Schritten
- Ruhe bewahren: Fast immer steckt eine einfache Logik dahinter.
- Überblick verschaffen: Schau dir die ganze Matrix kurz an, ohne sofort zu analysieren.
- Richtung wählen: Verändert sich etwas von links nach rechts oder von oben nach unten? Meist gelten die Regeln zeilen- oder spaltenweise.
- Ein Merkmal verfolgen: Such dir eine auffällige Veränderung aus – Form, Anzahl, Position, Füllung – und verfolge nur sie durch die Matrix. Danach das nächste Merkmal.
- Prüfen und ausschließen: Gilt deine Regel wirklich für jede Zeile? Wenn nicht, verwerfen. Streiche dann alle Antworten, die deiner Regel widersprechen.
Der Trick mit den Antworten
Die falschen Antworten unterscheiden sich oft nur in einem Detail von der richtigen. Das kannst du nutzen: Vergleiche die Antworten miteinander. Welche Merkmale unterscheiden sie? Genau diese Merkmale musst du in der Matrix prüfen. So weißt du, worauf du achten musst – und kannst manchmal mit einer einzigen Regel alle Antworten bis auf eine ausschließen.
Typische Fehler
- Nur eine Regel suchen: Hast du eine Regel gefunden, prüf, ob sich noch ein zweites Merkmal verändert.
- Alles gleichzeitig analysieren: Wer alle Merkmale auf einmal betrachtet, verzettelt sich.
- Zu lange festbeißen: Wenn nach ein bis zwei Minuten nichts klick macht, wähle die wahrscheinlichste Antwort und geh weiter.
Wie schnell muss ich sein?
Das hängt vom Test ab. In der Deltaprüfung in Mannheim hast du für 22 Matrizen 30 Minuten, also gut eine Minute pro Aufgabe. Im TestAS sind es 20 Minuten für 22 Aufgaben. Die ersten Aufgaben sind meist leichter – nimm dir dort nicht zu viel Zeit, damit für die schweren genug bleibt.
Übung macht den Unterschied
Bei Matrizen gibt es eine überschaubare Zahl von Regeln, die immer wieder kombiniert werden. Je mehr Matrizen du gesehen hast, desto schneller erkennst du sie. Oft erkennt dein Unterbewusstsein ein Muster sogar, bevor du es benennen kannst. Mehr zu Matrizen in der DHBW-Prüfung liest du in Matrizen, Zahlenfolgen und Rechenoperatoren erklärt. Verwandte Logikaufgaben: Zahlenreihen: die häufigsten Muster.
Üben mit PlanToDelta
Matrizen kommen in allen unseren Kursen vor, zum Beispiel für die DHBW-Deltaprüfung, die Deltaprüfung Mannheim, den TestAS und die Einstellungstests von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr. Zu jeder Aufgabe erklären wir dir, welche Regeln dahinterstecken.